Die Klima-Konferenz in Cochabamba, die durch eine Initiative des - indigenen- Praesidenten Boliviens Evo Morales zustande kam, geht heute mit einem grossen "acto cultural" im Stadion von Cochabamba zu Ende. Mehrere lateinamerikanische Praesidetnten werden das Wort ergreifen - u.a. Hugo Chavez aus Venezuela.
Vertreter sozialer und oekologischer Bewegungen aus allen fuenf Kontinenten werden die Ergebnisse der 17 " mesas de trabo"-zusammengaefasst in einer gemeinsamen Erklaerung- praesentieren.
Die Konferenz war durch eine vehemente Kritik am " globalen kapitalistischen System" gepraegt, das fuer die Zerstoerung der Natur ( " madre tierra") und den Klimawandel die Verantwortung traegt. Als Alternative wurde ein " socialismo cummunitario "( Evo Morales ) formuliert, der sorgsam mit den natuerlichen Ressourcen umgeht und durch ein "partizipative Demokratie"- im Gegensatz zur bloss formalen buergerlichen Demokratie- gekennzeichnet ist.
22 000 TeilnehmerInnen aus 93 Laendern registrierten sich.
Die Konferenz kann als ein wichtiger Schritt vorwaerts nach dem Scheitern des offiziellen Klimagipfels in Kopenhagen ( COP 15) im Dezember des Vorjahrs eingestuft werden. Der allgemeine Tenor war, mit starker Stimme waehrend des naechsten UNO-Klimagipfels in Canucun Ende des Jahres praesent zu sein und dort fuer grundsaetzliche oekologische und gesellschaftliche Veraenderungen ( " Change the system- not the climate ") zu wirken.
Herman Dworczak, Cochabamba (Aktivist im Austrian Social Forum / ASF; 0043 / 676 / 972 31 10 )
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