Das Weltsozialforum im brasilianischen Belem im Amazonasdelta, an dem ueber 130 000 Personen teilnahmen, endete gestern Sonntag mit einem starken inhaltlichen Paukenschlag . Auf der "assamblea der assambleas" wurde eine Abschlusserklaerung verabschiedet, die frontal den kriselnden Kapitalismus attackiert und sarkastisch festhaelt: " Wir sind nicht bereit fuer die Krise zu bezahlen, die Reichen sollen selbst dafuer blechen".
Die Krise wird nicht eindimensional oekonomisch definiert: sie umspannt die nach dem Profitprinzip funktionierende Wirtschaft, erfasst saemtliche sozialen Beriche, untergraebt die Oeko-Basis, fuehrt zum Untergang der indigenen Voelker. Diese " Krise der gesamten Zivilisation" soll gemeinsam und solidarisch ueberwunden werden.
Und viel bestimmter als auf bisherigen Sozialforen wird auf konkrete Aktionen gedraengt, um diesen Wandel auch in Angriff zu nehmen. Im Zentrum der praktischen Schritte fuer dieses Jahr steht eine " globale Aktionswoche vom 28.Maerz bis zum 4.April ". In ihr werden weltweit die inhaltlichen Straenge " Mobilisierung gegen die kapitalistische Krise ", " Solidaritaet mit Palaestina " und " Anti-NATO " zusammengefuehrt.
Im Anschluss an die " assamblea der assambleas ' trafen sich die oesterreichischen TeilnehmerInnen auf dem Weltsozialforum im Hotel Sagres im Barrio Rio Braz, um insbesonders darueber zu beraten, was nun in der Alpenrepublik gemacht werden koennte . Einhellig war die Meinung , sich in die internationale A
ktionswoche einzuklinken und fuer Samstag den 28.Maerz- moeglichst bundesweit- zu mobilisieren.
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