Die weltweite Finanzkrise greift zunehmend auf den Produktionsprozeß über. In aller Eindringlichkeit zeigt sich , daß ein Produktions- und Konsummodell, das auf Profit und schrankenloser Ausbeutung von Mensch und Natur basiert, geschichtlich überholt ist.
Auch in Österreich sind die Krisenfaktoren deutlich spürbar: Banken brauchen " finanzielle Hilfe", Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit breiten sich aus. Während die Regierung den Banken 100 Milliarden Euro sofort bereitstellt , wird bei Bereichen wie Gesundheit oder Bildung weiter geknausert oder die AUA verschleudert.
Obwohl also die Krise des Kapitalismus mit Händen greifbar ist, findet dies auf politischer Ebene kaum eine Entsprechung. Bislang ist es fast auschließlich der Extremen Rechten gelungen, durch soziale Demagogie und AusländerInnenfeindlichkeit die weit verbreitete- berechtigte- Unzufriedenheit in ihre trüben Gewässer zu lenken. So konnte das Wahlbündnis "Linke " zwar das Konzept eines " Linksprojekts" einer breiteren Öffentlichkeit vermitteln, erzielte jedoch stimmenmäßig ein völlig ungenügendes Resultat.
Heute ist die gesamte österreichische Linke gefordert. Es gilt einer weiteren Rechtsentwicklung einen Riegel vorzuschieben. Notwendig sind unmittelbare konkrete Alternativen ebenso wie weiterführende Konzepte , die über den Rahmen der bestehenden Gesellschaft hinausweisen.
Deshalb rufen wir zu einem breiten
BUNDESWEITEN LINKEN RATSCHLAG auf. Auf ihm wollen wir in solidarischer Weise die aktuelle Lage analysieren und Möglichkeiten eines gemeinsamen Handelns ausloten. Wir planen u.a. Arbeitsgruppen zu folgenden Themen: Rechtsextremismus und soziale Frage; welche Inhalte sind von der "neuen" Regierung zu erwarten; sozialistische Antworten auf die Krise.
Samstag 22.11. 12-18h
Ort: Volkshochschule Ottakring 1160 Wien Ludo-Hartmannplatz 7
Bereits am Freitag den 21.11. 19h gibt es eine- gemeinsam von Lunapark 21 und die " Linke " vorbereitete-Podiumsdiskussion zum Thema " Finanzkrise ". Es debattieren u.a.: Winfried Wolf, Lucas Zeise, ein/e Vertreter/in der "Linke ".Moderation: Hannes Hofbauer.
Ort:Amerlinghaus Stiftgasse 1070 Wien
Für den linken Ratschlag ruft eine Kreis von Personen auf, die möglichst breit das Spektrum der österreichischen Linken repräsentieren sollen. Die Namen der AufruferInnen werden laufend veröffentlicht.
Kommentare
wann werden die namen
der aufruferInnen veröffentlicht?
ad linke antworten: mirko messner und miloslav ransdorf:
http://derstandard.at/?url=/?id=1226396797047
Herr Mirko Kovac & Co verlassen uns!
Herr Mirko Kovac & Co verlassen uns!
Sie gehen nach Indien !
Was machen wir, wenn uns die „Wirtschaftskapitäne“ verlassen haben/wollen ?!
Wir holen uns neue ?!
Z. B. Herr Karl Petrikovics von der IMMOFINANZ ? Er war ja durch Erfolg kennzeichnet ?! ... solange es ging.
Oder wir stellen uns der Herausforderung ein eigenes Wirtschaftsbild aufzustellen.
Dabei soll nicht die Kritik an den bestehenden Verhältnissen in Vordergrund stehen, sondern eine Neugestaltung forciert werden.
Dabei soll weder auf die Vielfalt – ganz generell formuliert - noch auf die Rolle der Eigeninitiative vergessen werden.
Dabei soll man sich auch nicht von schreierischen, oft schwach begründete bis unrealistische Zurufe aus diversen Ecken stören lassen, sondern ein pragmatisches, nicht von blinder Ideologie gehemmtes Ideengerüst wagen, welches folgendes erklären und regeln sollte:
A. Wie die Wertschöpfung – und das damit verbundene Werteempfinden - in der baldigen Zukunft und unter die Rücksichtnahme wichtiger Randbedingungen wie:
- das Potenzial und Effektivität der modernen Methoden/Technologien zur Herstellung von Gütern, Nahrung und Informationsaustausch, sowie die Reichweite moderner Dienstleistungen;
- das internationale Umfeld: Handelsregeln und rechtliche Grundlagen der internationalen Beziehungen;
- die Verknappung der Naturressourcen im europäischen Raum;
- Umwelt und Demographie.
stattfinden soll.
B. Wie die Verteilung der gewonnene Werte funktionieren soll?!
(Bis jetzt funktioniert diese – bis auf den geringen Prozentteil Hilfe an die Notdürftigen – vorwiegend über die Kaufkraft).
C. Wie soll das Aufrechterhalten (ich schreibe bewusst nicht „finanzieren“) der sozialen Dienste – medizinische Versorgung und Pflege; Bildung; Altersvorsorge, div. soziale Einrichtungen - sichergestellt werden.
D. Welche Formen möge die Steuerung der Gesellschaft annehmen:
- weiterhin durch politischen „Eliten“,
- oder durch Koordination zwischen Experten und den „mündigen, informierten und aufgeklärten Bürger“ ?
Sollen zügellose Freiheit weiter als „Gut“ der modernen Demokratie gepriesen werden, oder kontrollierte Zurückhaltung im sinne sozialer und ökologischer Ausgewogenheit vorangetrieben werden?!
Um die damit verbundene (Denk)Arbeit durchzuführen, scheint mir unerlässlich, dass folgende Arbeitsgruppen einige Hauptthemen „angreifen“:
a. Gruppe: „Finanzen“ :
Die „Verselbständigung“ der Finanzanhäufungen – die Bankinstitute – riss der Gemeinschaft und deren Institutionen (die Regierung und div. Behörden) nicht nur die Kontrolle, sondern verursachte weit reichende Folgen. „Die Bank“ – anstatt die Funktion eines Geld-Hubs auszuüben – ist längst „Eigentümer“ von diverser Unternehmungen und Güter und daher befangener Großspieler geworden.
Wollen wir – nach „verstaatlichen“ der jetzigen Bankschulden – das selbe Schema (wenn auch etwas kontrollierter) – weiterführen, oder sehen wir andere Rolle und andere Art der Aufsicht der Bankgeschäfte im Inn- und im Ausland ?! Mit anderen Worten: „wie soll der Auftrag an den (vergesellschaftlichten) Finanzinstituten in Zukunft lauten“?
Weitere Themen: Was soll als Grundlage des monetären Wertes dienen? Wie soll die "Herausgabe neuer Wertzeichen" festgelegt und kontrolliert werden ?
Die Frage der Verwaltung und des Einsetzen des Geldes ist kardinal, zumal das Werteumtauschmittel/ Wertmaß "Geld" nicht, wie die weit verbreitete und eingehämmerte Vorstellung meint, "bloß die Schmiere der Wirtschaft" ist, sondern eine besondere Ware, durch deren Anhäufung ab einem kritischen Wert ganze Marktsegmente (und sogar Gesellschaftsschichten) unter Kontrolle gebracht werden können.
Durch die Abtretung der Kontrolle an abgekapselte Formationen (die weltweiten Finanzinstitute) und deren Entscheidung über die Einsetzung des Geldes begeben wir uns in eine stark abhängige Position.
b. Gruppe „Industrie, Schaffung und Verteilung“ :
Mögliche Themen:
„Was und wie wollen wir eigentlich produzieren“ ?
Die Grenzen des Wachstums ; Kooperation oder Konkurrenz; Probleme der HR; Mobilität auf jeden Preis ?; Was ist „Gewinn“ (einen neuen „Gewinn“ definieren); die Verwüstung durch die „Shareholderwirtschaft“ - sinnvolle Eingriffe in Eigentumsverhältnisse; Börsenzugang .. „ja“ oder „nein“.
oder "die industrialisierte Landwirtschaft"; GMO;
c. Gruppe „Einflussnahme auf EU-Richtlinien“:
- WTO Einfluss; Stopp GATS; Kontrolle der Steuereinnahmen; Militarisierungszwang; ...
d. Gruppe "Energie und Umweltherausforderungen": ....
e. Gruppe "Zukunft": Familie und soziale Einrichtungen
f. Gruppe " Macht der Medien":
- Die Beeinflussung des Massenbewusstsein durch die kontrollierten Medien ; Wie soll es in Zukunft sein ?
- Wie adressieren wir die Mensch ?
g. Gruppe "Neue rechtliche Aspekte":
von Grundlagen, über Verwaltungsordnung der
Gesellschaftsformationen sowie Handels-, Arbeits- und Schaffungsregelungen, bis internationale Kooperation.
h. Gruppe "(Internationale) Arbeitskontakte, Koordination mit div. Kommilitonen": ....
Dabei sollen drei grundlegende Einschränkungen nicht übersehen werden:
- Die Zeit für die „Erfüllung“ : wir können nur von etappenweise Einführen der „neuen Prinzipien“ ausgehen und müssen daher adaptierte Etappenansätze formulieren.
- Dito Raum: Zuerst möge der Wirtschaftsraum „Österreich“ heißen; dann kommt „Österreich und Freunde“, erst dann „Großteil des Alten „Europas“.
- Die Umwelt: Viele der Vorstellungen die wir entwickeln werden, treten mit anderen (nicht Österreichischen) – und sogar „feindlich gestimmten“ – Institutionen/Ideen in Wechselwirkungen/Wiederspruch.
Und allem voran müssen wir klarstellen : „ Wem wollen wir adressieren ???„
Weil das Selbstverständnis „ArbeiterInen, Arbeitslose, Jugendliche und Migranten“ - ist mir definitiv viel, viel , viel zu SCHMAL !
Voila! Das war es für Heute!
(Bitte den Beitrag NICHT beantworten, damit ich ihn bearbeiten kann ! Danke)
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Hier Leser-Kommentare zum Thema Weltwirtschaftstreffen im //derStandard vom So. , die mir sehr imponieren:
"Keine Geldentstehung durch Kredite mehr
Beschränkungen für die Kapitamärkte sind für sich genommen nur Symptombehandlungen, so wichtig sie auch sind.
Was wirklich wichtig ist: Das Geldsystem ändern- Keine Geldentstehung durch Kredite mehr
Sind die Gipfler so blöd, dass die das nicht wissen?
wohl kaum;
Warum berichtet der Standard, wie alle großen Medien, nichts, aber auch gar nichts über die tieferen Ursachen der Krise?
"
oder
"Jene die seit Jahren
dem Finanzsystem hörig sind und die Einkommensschere weiter und weiter aufklappen lassen werdens jetzt also richten? Na Prost Mahlzeit, da hält sich mein Optimismus aber stark in Grenzen.
"
oder
"
man braucht kein experte zu sein um zu verstehen, dass das nur kurzfristig funktionieren kann, wenn überhaupt.
es ändert sich also nichts an der tatsache, dass wir crashartige zusammenbrüche der "märkte" seit 1990 in immer schnelleren intervallen auf uns zukommt. das ist nichts weiter als logisch.
fundamentales wird komplett ignoriert.
"
oder
"Aber was wurde nun genau geändert, außer dass die Bankmanager in Zukunft besser auf den Wortlaut ihrer Aussagen achten müssen?
Was geschieht beispielsweise mit Steueroasen? Was wird getan, um die Finanzströme transparenter zu gestalten (Stichwort: Bankgeheimnis)
Warum wird keine Tobin-Tax eingeführt, die bereits vor der Krise zahlreiche Experten gefordert haben? Wann, wenn nicht jetzt ist die Gelegenheit diese Steuer einzuführen?
"
Meine Folgerung: "Das Völkchen dürfte nicht so blöd sein, wie man es verkauft. Jetzt braucht es nur die richtige Vision, die Plattform die die Unmut kanalisiert und diejenigen, die die Veränderungen durchsetzen! " :-)
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NEWS der "ANDEREN":
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Noch nicht genug Schulden
13. November 2008 - 14:22
US-Finanzminister Henry Paulson wechselt die Strategie zur Rettung des Finanzmarktes. Der Staat soll nun keine Wertpapiere aufkaufen, sondern ausfallgefährdete Konsumentenkredite.
Der Ausfall dieser Verbraucherkredite wird nun offenbar als das nächste große Problem betrachtet. Nach Angaben der Kreditkartenindustrie hat jeder US-Haushalt im Schnitt 10.000 Euro Schulden auf Kreditkarten. Die Firmen scheinen sich angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise auf historische Ausfallraten einzustellen. Anbieter American Express hat sich sicherheitshalber bereits zu einer Bankholding umgewandelt, um unter den staatlichen Bankenrettungsschirm schlüpfen zu können. Wenn jetzt der Staat problematische Verbraucherkredite absichert, dann könnte das freilich dazu führen, dass in den USA kräftig weiter auf Pump konsumiert wird. Bereits jetzt geben die US-Amerikaner rechnerisch pro Kopf und Jahr knapp 15.000 Dollar im Einzelhandel inklusive Autohandel, Tankstellen und Gastgewerbe aus. In Deutschland kommt statistisch etwa die Hälfte zusammen.
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Ackermann: Der Staat muss wieder raus
11. November 2008 - 14:39
Mancher Politiker spielt derzeit offen mit dem Gedanken, Politik brauche prinzipiell mehr Einfluss auf die Wirtschaft, erst recht auf die Finanzbranche. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann streitet dagegen an.
Auf einem Weltfinanzgipfel wollen am Sonnabend in Washington Vertreter von 20 Industrie- und Schwellenländern Lehren aus der weltweiten Finanzkrise ziehen. Diskutiert wird vorab etwa, ob Hedge Fonds neu reguliert oder Steueroasen geschlossen werden sollen, ob die Politik eine internationale Bankenaufsicht einführen muss. In seiner Rolle als Chef des Weltbankenverbandes IIF fühlt sich Josef Ackermann offenbar verpflichtet, allzuviel Regulierung gleich den Kampf anzusagen. Wenn die Finanzkrise vorbei sei, fordert der Deutsch-Banker in einem Brief an Gastgeber George Bush und weitere Politiker, dann müssten die Staaten sich wieder aus dem Bankensektor zurückziehen. Hilfspakete dürften nicht die Grundlage für eine größere Rolle des öffentlichen Sektors im internationalen Finanzsystem sein, so Ackermann. Schließlich hätten freier Handel und Kapitalfluss viel zum Reichtum der Welt in den vergangenen 60 Jahren beigetragen.
Einige Überlegungen der KI zum LINKEN RATSCHLAG
Liebe FreundInnen und GenossInnen!
Wir möchten namens der Kommunistischen Initiative (KI) einige Überlegungen für den LINKEN RATSCHLAG am 22. November einbringen:
PROTEST UND WIDERSTAND BREITESTMÖGLICH UND MIT LANGEM ATEM ORGANISIEREN!
- Ziel des "Linken Ratschlags" soll es sein, eine gemeinsame, breite Basis
der sich als "links" verstehenden Menschen und Organisationen in
Österreich zu schaffen
- Der Linken in Österreich fehlt es neben einer koordinierenden Struktur
derzeit vor allem an einem gemeinsamen Ziel, einer gemeinsamen Aufgabe.
Deshalb schlagen wir vor, eine - über die Linke hinausgehende -
Aktionseinheit zu initiieren, die für eine große bundesweite Demonstration
gegen Sozialabbau und für Vermögensbesteuerung/Umverteilung in einigen
Monaten mobilisiert.
- Vorbereitend dazu wäre es notwendig, kurzfristig einen Protest bei der
Regierungsangelobung sowie mittelfristig in den Bundesländern gemeinsame
Veranstaltungen zum kommenden Regierungsprogramm sowie zu den derzeitigen
Zuständen in Österreich in politischer, sozialer und ökonomischer Hinsicht
zu organisieren.
- Um den "Linken Ratschlag" wirklich für alle offen zu gestalten ist es
notwendig, als Beginn einer neuen Sammlung und Bündelung der Linken Kräfte
und Einzelpersonen, zu allen von den TeilnehmerInnen gewünschten Themen
kleine Arbeitsgruppen abzuhalten, die nicht von Referaten dominiert sind,
sondern für eine Sammlung der derzeitigen Zustände in Österreich sowie
etwaiger linker Forderungen dazu zur Verfügung stehen. Themenbereiche
wären z.B. Arbeitsverhältnisse, Arbeitslosigkeit, Sozialsystem,
Gesundheitssystem, Frauen, MigrantInnen, Jugend, Rechtsextremismus,
Ökonomie, Ökologie, Bildung, Ausbildung, .....
- Daraus sollte so etwas wie ein "Aktionsprogramm der Linken für
Österreich" entstehen, das jedoch noch keinen programmatischen Charakter
hat sondern einen als offener Vorschlag für weitere Diskussionen dienen
soll.
- Die am "Linken Ratschlag" teilnehmenden Personen sollten sich auch über
eine - lockere - koordinierende Bundesstruktur sowie über die Einrichtung
von Länderstrukturen verständigen.
Wien, am 11. Nov. 2008
Selma Schacht und Otto Bruckner für die Kommunistische Initiative (KI)
Moderation: Hannes Hofbauer .. ??
"Moderation: Hannes Hofbauer"
Welcher Hannes Hofbauer ?
Dieser hier :
http://www.mediashop.at/typolight/index.php/buecher/items/hofbauer-hanne...
Wau ! Good!