An den Protesten gegen den sogenannten „Anti-Islam-Kongress" beteiligten sich auch AntifaschistInnen aus Deutschland, Belgien, Frankreich und Österreich. Schon am Donnerstag kamen auf Einladung des linken Ratsmitgliedes Claus Ludwig Jan Rybak aus Salzburg, Kandidat der Liste LINKE zur österreichischen Nationalratswahl und Kristof Verslype, Mitglied von „Blokbuster" aus Leuven, nach Köln.
Gemeinsam mit Claus Ludwig erklärten sie:
„Wir stellen den verlogenen rechtsextremen Zweckbündnissen die wirkliche internationale Solidarität entgegen. Wir setzen uns ungeachtet der Nationalität, Herkunft oder Religion für die sozialen Interessen der arbeitenden und erwerbslosen Menschen ein. Wir kämpfen für Arbeit, von der man leben kann, für Wohnungen, die man bezahlen kann, für Bildung und eine Zukunft für die Jugend."
Die antirassistische Organisation „Blokbuster" aus Belgien (http://www.lsp-mas.be/blokbuster/site/bb/htdocs/modules/news/ ) reiste mit mehr als 70 Leuten per Minibussen aus Gent, Antwerpen, Leuven, Brüssel und Lüttich an. Ein Reisebus aus Paris ist am Samstagmorgen in Köln eingetroffen.
Jan Rybak stand ab Donnerstagabend für Interviews und Nachfragen zur Verfügung. Er beteiligte sich an den Protesten gegen die Pressekonferenz der Rechtsextremen am Freitag morgen sowie an den Aktionen gegen die als Provokation gedachte „Stadtrundfahrt" in Kalk und Ehrenfeld.
Am Samstag nahm er zusammen mit vielen Tausend Menschen aus ganz Deutschland und den Nachbarländern an den Blockaden teil, um durch Zivilcourage die rassistische Veranstaltung zu verhindern.
Was auch gelang. Während die Rassisten (darunter auch FPÖ-Generalsekretär Vilimsky) auf einem Boot am Rhein festsaßen, weil alle Anlagestellen von antirassistischen DemonstrantInnen blockiert waren, fanden gerade 40 Teilnehmer den Weg zum rechten Kongreß. Demgegenüber demonstrierten 60.000 Menschen in den Straßen Kölns, dass in Köln kein Platz für recte Hetzer ist. Einsolches Kräfteverhältnis würden wir ins ÖSterreich auch zuweilen wünschen. Am Freitag bei der Demonstration gegen die Strache-Abschlusskundgebung gibt es Gelegenheit auch in Wien ein deutliches Zeichen zu setzen.
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